Zwei Kulturen. Ein Handwerk.

Blick über das Wasser auf Istanbul mit dem Galata-Turm, Schwarz-Weiß-Aufnahme

Ferhat Hasan Yirik studiert Elektrotechnik. Seine Familie arbeitet in der Textilproduktion, und er verbringt mehr Zeit in den Hallen als in Hörsälen. Nicht um zu entwerfen, sondern um zu lernen, woran man ein gutes Material erkennt. Welche Naht hält. Welche nach zwei Wintern aufgibt.

Ein Ingenieur beurteilt Dinge danach, ob sie funktionieren. Diese Frage hat er nie wieder abgelegt.

1987. Deutschland. Er wandert aus. Neues Land, neue Sprache, und im Gepäck vor allem eines: er weiß, wie sich ein Stoff anfühlt, der etwas taugt.

1987/88. Paris. Mailand. Er hätte bleiben und arbeiten können. Stattdessen fährt er los. In Paris führt sein Onkel eine Werkstatt, die für französische Modehäuser produziert. Dort sieht er, wie in Europa über ein Kleidungsstück gedacht wird, bevor es genäht wird. In Mailand geht es ums Schauen. Um Schnitte, Proportionen, darum, warum italienische Mode aussieht, wie sie aussieht.

Das Handwerk hatte er aus Istanbul. Hier kommt das Auge dazu.

Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Gebäudes mit Poolman-Schriftzug auf dem Dach

Zwei Jahre nach seiner Ankunft gründet er die Marke. Produziert wird in Istanbul, verkauft in Deutschland. Und zwar nicht Jacken. Strick. Pullover. Das, wofür die Türkei stand und wofür er die Leute kannte.

Das ist wichtiger, als es klingt. Wer aus dem Strick kommt, denkt zuerst über Wärme nach. Über Griff, über Gewicht, darüber, was ein Material im Januar tut. Nicht über Optik. Diese Reihenfolge haben wir nie umgedreht.

2001. Selim Tat kommt dazu. Nicht als Investor, nicht für ein paar Jahre. Als zweiter Kopf, aus derselben Liebe zur Sache. Er ist bis heute da.

2006. Die erste Jackenkollektion. Heute sind Jacken das, wofür man uns kennt. Gebaut werden sie von Leuten, die aus dem Strick kommen.

Kleiderständer mit Jacken, Westen und Shirts in einem Raum mit Holztisch

Ich bin der Sohn Mirkan Yirik. Da sich manches offenbar vererbt, habe ich an der TU Darmstadt Elektrotechnik studiert. Dieselbe Fachrichtung wie mein Vater, eine halbe Autostunde von unserem Lager entfernt.

Danach bin ich nach Frankreich gegangen, an die EDHEC. Mein Vater ist vor fast vierzig Jahren dorthin gefahren, um zu lernen, wie Mode funktioniert. Ich, um zu lernen, wie man daraus ein Unternehmen baut, das die nächsten dreißig Jahre trägt.

Ich werde einiges ändern. Wie wir aussehen, wie wir erzählen, wo man uns findet. Was ich nicht ändern werde, ist die Frage, die mein Vater in einer Istanbuler Produktionshalle gelernt hat:

Hält das?

Wo Sie uns wahrscheinlich schon gesehen haben

Seit 1989 hängen Poolman-Teile in über 200 Geschäften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei Galeria Kaufhof. Bei Kult und Olymp & Hades. Bei Jeans Palast, Steinbruch, Style, Planet und Metro Boutiques verbindet uns eine langjährige Zusammenarbeit und auch dort finden Sie uns.

Und seit einiger Zeit in der Türkei. Dort, wo 1989 die erste Poolman-Produktion lief, hängen unsere Teile heute im Laden. Der Weg hat fast vierzig Jahre gedauert.

Wir sind also keine neue Marke, die online auftaucht und in zwei Jahren wieder verschwindet. Neu ist nur, dass Sie jetzt direkt bei uns kaufen können.

Eingang eines Olymp & Hades Geschäfts in einem Einkaufszentrum mit leuchtendem Schriftzug

Wofür wir stehen

Wir wollen lieber getragen als besprochen werden.

In einem Markt voller Lautstärke ist das stärkste Argument ein Kleidungsstück, das in zehn Jahren noch richtig sitzt, ohne dass es ein Vermögen gekostet hat. Wir jagen keine Hype-Zyklen. Wir bauen auf einem Namen weiter, der seit 1989 steht.

Unser Sitz ist in Dietzenbach bei Frankfurt. Designstudio und Lager unter einem Dach.

Nahaufnahme einer schwarzen Jacke mit Reißverschlusstasche und reflektierendem Paspel